Tillmann wirbt: COMIXENE Nr. 127

Comicfachmagazine kranken gerne an einer Überfülle von trockener Faktenhuberei:
Welche Serie von wann bis wann von wem geschrieben und gezeichnet wurde interessiert nur die Fans des betreffenden Werks. Auch ubiquitäre Service-Informationen (Wer macht grad was? Was kommt wo raus?) gehören zwar dazu, sind aber auch nichts weiter als Daten.

COMIXENE möchte verstärkt Menschen porträtieren, Kontexte aufzeigen, Aspekte beleuchten und Querverbindungen schaffen. Die aktuelle Nummer 127 ist darum eine Konzeptausgabe geworden!

Der Scheff hat das Thema „Frauen“ ausgerufen, ich habe es um die unumgängliche Gender-Dimension erweitert. In meinen Interviews mit den Künstlerinnen Ulli Lust, Birgit Weyhe, Olivia Vieweg und Hella von Sinnen geht es deshalb (auch) um Feminismus und Sexismus.

Abgerundet wird das Themenfeld durch eigene Überlegungen zur Pin-up-Kultur der Comics, Genderdiskussionen in der US-Industrie, eine lange Auflistung weiblicher Comicschaffender sowie ein Gespräch mit der Medienforscherin Dr. Véronique Sina.

Die Gender-„Problematik“ zieht sich damit leitmotivisch durch diese Ausgabe und mag in diesem Zusammenspiel der Stimmen ein Bewusstsein für dieses Anliegen wecken… Ich bin gespannt!

Als ‚Teaser‘ präsentieren wir im untenstehenden PDF-Viewer das Caféhausgespräch mit Hella von Sinnen. Ich  habe die Entertainerin und Comic-Talkerin als herzliche Person erlebt, die aufrichtig für die Kunst der Comics schwärmt und brennt.

Klicken Sie einfach auf den orangefarbenen Header.

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Der Artikel heißt übrigens „Comics sind für mich Seelenfutter“ – was im nur einseitig dargestellten Ablauf des Dokuments hier online schwer zu erkennen ist. Darum sach ich’s auf diese Weise…

Das Interview mit Dr. Véronique Sina können Sie übrigens auf der Webseite der Gesellschaft für Comicforschung einsehen bzw. als PDF downloaden. Dort veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des COMIXENE-Herausgebers Rene Lehner.

COMIXENE ist erhältlich in ausgesuchten Buchhandlungen, manchen Comicläden und auf jeden Fall im Bahnhofsbuchhandel.

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